Verlauf u. Durchführung der Innensanierung

Nach den Reparaturen bzw. Erneuerungen der Kirchendachseiten und des Chorraumdaches begann im April 2016 (gleich nach der Konfirmation) die Sanierung des gesamten Innenraumes inkl. Gewölbe und Wandflächen der Kirche. 

Ein Blick zurück:

Die Fachwerkstatt für Bau- und Kunstdenkmalpflege Ars Colendi mit Sitz in Paderborn führte im Sommer 2013 eine intensive Untersuchung des Innenraumes und der Ausstattung durch und erstellte daraufhin einen umfangreichen Bericht darüber. In dieser Expertise waren schon die einzelnen Arbeitsschritte und der Ablauf der Sanierung dokumentiert. Bei einem Ortstermin im November 2013 begrüßten auch die zuständigen Denkmalbehörden sowie das Kreiskirchenamt das Vorhaben und stimmten der Sanierung zu.

Im Frühjahr 2014 belegte man die im Gutachten aufgezeigten Maßnahmen mit Zahlen und Kosten und ermittelte so die insgesamt zu stemmende Investitionssumme von ca. 195.000.- € für die reine Innenrenovierung. Darin enthalten waren die weiteren Kostenanteile eines Architekten für Ausschreibung und Betreuung der Maßnahme, die Gestellung eines Gerüstes, die Einhausung der kostbaren Elemente wie Altar, Kanzel, Orgel, etc. sowie kleine zusätzliche Arbeiten und etwaig anfallende Preissteigerungen bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten.

Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung und auch von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz waren beantragt und wurden später dann auch genehmigt und zugesagt. Doch ohne die Unterstützung unseres Fördervereins war die Maßnahme in 2016 noch nicht realisierbar. Er stellte einen großen Teil seiner Eigenmittel dieser Aktion zur Verfügung. 

Das Presbyterium beschloss in der Sitzung am 11. Aug. 2015 die Sanierung des Innenraumes der St. Severin Kirche durchzuführen und beauftragte das Architektenbüro Clemens und Maas, Arnsberg in Verbindung mit dem Kreiskirchenamt Soest, die Maßnahme zu betreuen und zu begleiten. Mitte August 2015 wurde im Rahmen einer Besichtigung und Beratung durch den Gutachter, dem Kreiskirchenamt, der Pastorin, dem Presbyterium und dem Förderverein den Vertretern der Landeskirche Bielefeld und dem Amt LWL Denkmalpflege Münster die Maßnahme erneut vorgestellt und die Durchführung beschrieben. Nach der Ausschreibung der einzelnen Gewerke fand Mitte Januar 2016 die Submission statt.

Die Gegenwart:

Die Durchführung der Innensanierung unter der Leitung des Architektenbüros und der Bauabt. des Kreiskirchenamtes startete am Mo., 11. April 2016:

Nach dem Ausräumen der mobilen Teile der Kirche wurden die Mikrofon- und Lautsprecheranlage abgebaut, zwei Bankreihen unter der Orgelbühne aufgenommen und die Gerüstbauer begannen damit, die Kirche komplett einzurüsten. Im Anschluss daran wurden die Orgel, der Altar und die Kanzel eingehaust sowie die gesamte Bestuhlung geschützt.  

Das für das Hauptgewerk beauftragte Unternehmen richtete Anfang Mai die "Baustelle" ein und begann mit den Renovierungsmaßnahmen. Zunächst wurden Gewölbe- und Wandflächen mit kleinen Schwämmen gereinigt; im Anschluss ist im Gewölbe ein neuer Putz in 3 Etappen aufgezogen worden, wobei ein Gewebe zur Stabilisierung und Vorbeugung vor Rissbildung eingearbeiter wurde; anschließend erfolgte der neue Anstrich. 

Neben den eigentlichen Restaurierungsarbeiten der Wand- und Gewölbeflächen wurden auch das Holzwerk, die Emporen, die Türen und Fenster und das gesamte Inventar wie Hochaltar, Kanzel, Orgel usw. restauriert bzw. gereinigt. Kleinere und bewegliche Teile der Kirche bearbeitete man in entsprechenden Werkstätten, sie wurden zum Schluss der Maßnahme wieder zurückgebracht. 

Das Presbyterium hatte im Zusammenschluss mit der Förderverein zusätzlich zu den eigentlichen Sanierungsmaßnahmen weitere Projekte / Neuerungen beschlossen. Neben der nötigen Neuinstallation der Schalt- und Elektrotechnik wurden u. a. 2 Bankelemente umgesetzt und eine neue Beleuchtung installiert. Diese Sondermaßnahmen waren allerdings nicht in den Fördermitteln des Bundes bzw. der Dt. Stiftung Denkmalschutz enthalten, so dass diese Investitionsgelder selbst aufgebracht werden mussten. 

Durch die renovierungsbedingte Schließung der Kirche ergaben sich Konsequenzen für die Gottesdienste. Sie wurden z. T. im Gemeindehaus gefeiert. Das Gemeindefest im September könnte auf der Kirchwiese stattfinden. Frühschichten werden erst im Advent wieder gefeiert. Für die größeren Gottesdienste zur Jubelkonfirmation und zum Erntedankfest haben die Schwefer die Gastfreundschaft der Borgeler Kirche angenommen.

Die Arbeiten der Innenrenovierung konnten in der 42. KW abgeschlossen werden. Die Wiedereröffnung der Kirche fand am Sonntag, 23. Okt., dem Tag des Severin, statt; der feierliche Gottesdienst begann um 17:00 Uhr. Die beteiligten Ämter, Unternehmen wie auch die ganze Gemeinde war eingeladen, an diesem Gottesdienst teilzunehmen. Anschließend traf man sich zum Empfang im Gemeindehaus.

 

Hier 7 Zeitungsberichte der Innenrenovierung:

- Zeitungsartikel vom 14.04.2016 "Kirche schließt vorerst ihre Pforten"

- Zeitungsartikel vom 19.04.2016 "Wie auf Watte gebettet"

- Zeitungsartikel vom 01.06.2016 "Neues Gewand für die Kirche"

- Zeitungsartikel vom 31.08.2016 "St. Severin macht Fortschrittte"

- Zeitungsartikel vom 14.10.2016 "Alles neu in St. Severin"

- Zeitungsartikel vom 20.10.2016 "Tausend Pfeifen durchgeorgelt"

- Zeitungsartikel vom 25.10.2016 "Kirche erstrahlt im neuen Glanz"